Quartalsbericht 2013 der LANXESS AG

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Ergebnis

Bruttoergebnis vom Umsatz

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sanken um 5,3 % auf 1.700 Mio. €. Sie verringerten sich somit unterproportional zum Umsatz. Während die rückläufigen Absatzmengen einen dämpfenden Effekt hatten, stiegen die Fertigungskosten aufgrund der mit dem Aufbau neuer Kapazitäten verbundenen Anlaufkosten, des investitionsbedigt höheren Abschreibungsniveaus sowie der Kosteninflation, unter anderem bei Energien. Hinzu kamen höhere Kosten wegen der geringeren Anlagenauslastung.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag mit 395 Mio. € signifikant um 33,3 % unter dem Wert des Vorjahresquartals. Die Bruttomarge ging von 24,8 % auf 18,9 % zurück. Ein Grund war die rückläufige Entwicklung der Verkaufspreise, die teilweise auf sinkende Einstandspreise für strategische Rohstoffe zurückzuführen war. Die Veränderung der Wechselkurse hatte keinen wesentlichen Einfluss auf das Bruttoergebnis. Die Anlagenauslastung lag aufgrund der Nachfragesituation und geplanter Wartungsstillstände unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

EBITDA und EBIT

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Sondereinflüssen sank im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 195 Mio. € bzw. 52,8 % auf 174 Mio. €. Dieser Rückgang resultierte insbesondere aus Preiseffekten und wurde durch negative Mengeneinflüsse verstärkt. Steigende Fertigungskosten, unter anderem durch Energiepreise, trugen zu dieser Ergebnisentwicklung bei. Hinzu kamen höhere Kosten aufgrund einer geringeren Auslastung. Die Wechselkurse hatten hingegen keine spürbare Auswirkung. Die Vertriebskosten stiegen leicht um 1,6 % auf 189 Mio. € an. Entlastend wirkten die analog zur Mengenentwicklung leicht rückläufigen Frachtkosten. Wegen des gezielten regionalen und zentralen Ausbaus der Forschungsaktivitäten stiegen die Forschungsaufwendungen auf 48 Mio. € nach 45 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Segment Performance Polymers hatte hieran den wesentlichen Anteil. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im Konzern lag mit 8,3 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 15,5 %.

EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmenten
       
in Mio. € Q1/2012 Q1/2013 Veränd. in %
       
Performance Polymers 255 112 – 56,1
Advanced Intermediates 70 71 1,4
Performance Chemicals 83 51 – 38,6
Überleitung – 39 – 60 – 53,8
  369 174 – 52,8

Das Segment Performance Polymers erwirtschaftete im ersten Quartal ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 112 Mio. € und lag damit um 143 Mio. € sehr deutlich unter dem Vergleichswert von 255 Mio. €. Maßgeblich für diese Entwicklung waren über das Ausmaß geringerer Einstandspreise für Rohstoffe hinaus verringerte Verkaufspreise. Diese Modulation der Preis-vor-Menge-Strategie wurde durch die gegenüber einem starken Vergleichsquartal deutlich geringere Nachfrage bedingt. Verstärkt wurde die Auswirkung durch insgesamt steigende Fertigungskosten, die unter anderem auf höhere Energiepreise und die Fertigstellung der Butylkautschuk-Anlage in Singapur zurückzuführen waren. Wechselkurs- und Portfolioeffekte hatten nur einen geringen positiven Einfluss. Aufgrund der niedrigeren Nachfrage sowie wegen Wartungsstillständen und Maßnahmen zur Steuerung der Bestandsentwicklung lag die Kapazitätsauslastung des Segments spürbar unter dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 71 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahresquartals von 70 Mio. €. Positive Preiseffekte, welche die gestiegenen Rohstoffkosten ausglichen, sowie leicht gesunkene Fertigungskosten kompensierten die Auswirkungen der Mengenrückgänge.

Das Segment Performance Chemicals erzielte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 51 Mio. € und lag damit um 32 Mio. € unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 83 Mio. €. Rückläufige Mengen in der Mehrzahl der Business Units sowie steigende Fertigungskosten belasteten das Ergebnis. Hinzu kam ein leicht negativer Einfluss aus der Währungsentwicklung, während aus dem Erwerb der US-amerikanischen Tire Curing Bladders, LLC im Berichtszeitraum ein geringer Portfolioeffekt resultierte.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns betrug 67 Mio. € im ersten Quartal 2013 nach 277 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen aufgrund der umfangreichen Akquisitions- und Investitionsaktivitäten der vergangenen Jahre mit 102 Mio. € um 14 Mio. € bzw. 15,9 % über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen, vollständig EBITDA-wirksamen Sonderaufwendungen von 5 Mio. € betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für die Neuausrichtung von Geschäftsaktivitäten sowie die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten. Im Vorjahresquartal fielen Sonderaufwendungen von 4 Mio. € an.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal 2013 auf minus 36 Mio. € nach minus 30 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Zinsergebnis lag der Zinsaufwand auf Vorjahresniveau; demgegenüber wurde in der Berichtsperiode ein leicht geringerer Betrag anteiliger Bauzeitzinsen aktiviert. Aus den at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode ein Ergebnisbeitrag von 0 Mio. € nach einem Ertrag von 3 Mio. € im Vorjahr.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich korrespondierend zum verschlechterten operativen Ergebnis im ersten Quartal von 247 Mio. € auf 31 Mio. €. Die Steuerquote betrug 22,6 % nach 22,3 % im Vorjahresquartal.

Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie

Auf andere Gesellschafter entfiel im Berichtszeitraum ein Verlust von 1 Mio. €, nachdem im Vorjahresquartal für diese ein Wert von 0 Mio. € ausgewiesen worden war. Das Konzernergebnis betrug im ersten Quartal 25 Mio. € nach dem angepassten Wert von 192 Mio. € im Vergleichszeitraum. Bei einer unveränderten Zahl umlaufender LANXESS Aktien betrug das Ergebnis je Aktie 0,30 € nach einem angepassten Vorjahreswert von 2,31 €.

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